Enttäuschung
„Wenn du dich ertappt fühlst: Willkommen im Club. Wir treffen uns an der Wahrheitstheke.“ (Ich habe diesen Text an Karneval geschreiben 🤡) Die Angst, jemanden zu enttäuschen – oder: Wie man sich jahrzehntelang selbst verarscht Es gibt so einen Moment im Leben, da sitzt man da noch nicht an dieser Wahrheitstheke, trinkt sein Kölsch, schaut in die Gegend und denkt: „Ach du heilige Scheiße. Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, niemanden zu enttäuschen.“ Und schüttet das Cocktailglas mit Konfetti über sich... Man hat Rücksicht genommen, Erwartungen erfüllt, sich selbst klein gefaltet wie ein schlecht gebügeltes T‑Shirt, nur damit andere sich nicht unwohl fühlen. Und man selbst? Unwohl wie ein Kaktus im BH. (Da kenne ich mich gut mit aus...) Aber gut. Man war ja „lieb“. „Anständig“. „Rücksichtsvoll“. Kurz: Ein emotionaler Vollkasko‑Versicherer für alle außer sich selbst. Und dann passiert’s: Die innere Revolution Plötzlich merkt man: • Man wächst. • Man wird klarer. • Man wird ehrl